Technik (Wie meine Werke entstehen…)

Zu den grafischen Techniken gehört die Radierung, bei der mit einer Radiernadel oder einem Stichel in eine Kupferplatte graviert wird. Diese wird dann eingefärbt und  auf Papier gedruckt.

Zum anderen gehört zur grafischen Technik auch die Zeichnung, die mit Stiften ( Blei- und Buntstifte) oder mit der Zeichenfeder ausgeführt wird.

Bei diesen Techniken gibt es 2 verschiedenen Vorgehensweisen, wie das, was inhaltlich auf den Bildern zu sehen ist, entsteht.

– Da ist zum einen die realistische Abbildung, wobei ich versuche, die ins Auge gefassten Objekte so naturgetreu wie möglich abzubilden.

Dies gelingt nur durch genaues und konzentriertes Beobachten und den Einsatz erlernter und geübter Fähigkeiten.

– Das andere Verfahren ist die freie Zeichnung, die spontan mit Linien, Punkten und Schraffuren beginnt. In der zunächst abstrakten Formensprache ergeben sich assoziativ inhaltlich-gegenständliche Formen denen der Künstler nachgeht und sie heraus arbeitet.

 

Bei der Zeichnung setze ich spontan Linien, Punkte Schraffuren auf das Papier, ohne zunächst einen Vorstellung zu haben, was daraus werden soll.

Bei der Fortsetzung dieser Aktivität, bei dem ich das Entstehende genau beobachte und gefühlsmäßig verändere, entstehen ganz eigene Formwelten, die dann oft an Elemente der Wirklichkeit erinnern.

Diese Elemente konkretisiere ich dann.

Hierfür ist es wichtig, richtig malen und zeichnen zu können.

Bei der Malerei gibt es ebenfalls 2 verschiedene Vorgehensweisen. Zum einen die Abbildung realer objekte oder Situationen mittels unterschiedlicher Farben ( Aquarell, Tempera ,Öl).

Zum anderen gibt es die freie Malerei aus der Vorstellung und Fantasie. Hierbei gehe ich allerdings nicht von Linien und Punkten aus, sondern benutze farbige Flecken und Flächen.

Ich bringe diese mit möglichst zufälligen Methoden auf die Leinwand.

Ich klecker die Farbe auf die Leinwand, oder drucke mit Farbe getränkte Schwämme und Folien auf die Leinwand ab, bis so interessante Strukturen entstehen, dass ich Motive darin finden und dann heraus arbeiten kann.

Diese Methode kannte auch schon Leonardo da Vinci, der seinen Schülern empfahl, sich von Flecken auf Mauern, Rostflecken auf Metall, den zufälligen Farbstrukturen der Herdasche oder Wolkenformationen anregen zu lassen.

Das, was Künstler in solchen Strukturen entdecken, spiegelt zunächst ihre eigene Gedankenwelt und Psyche.

Darüber hinaus aber auch kollektive und archetypische Vorstellungen der Menschheit. Wir kennen diese auch aus Märchen und Mythen oder stoßen in unseren Träumen auf sie.

Die Auseinandersetzung mit solchen Inhalten ist in der modernen Psychologie aktuell und hat einen wichtigen Stellenwert bei der Persönlichkeitsentwicklung.

Ich hoffe mit meinen Bildern, Ihnen in diesem Sinne Denkanstöße zu vermitteln. Wenn Sie in meinen Bildern auf Entdeckungsreise gehen, wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Anschauen und betrachten.